Die Zahl der Ärztinnen und Ärzte in Deutschland ist ein zentraler Indikator für die Gesundheitsversorgung – sie sagt etwas darüber aus, wie gut Patientinnen und Patienten medizinisch betreut werden können. Aufgrund der demografischen Entwicklung und des steigenden Versorgungsbedarfs sind diese Zahlen seit Jahren von großer Bedeutung.
Insgesamt gemeldete Ärztinnen und Ärzte
Nach den neuesten Daten der deutschen Ärztestatistik waren im Jahr 2023 insgesamt rund 580.800 Ärztinnen und Ärzte bei den Landesärztekammern registriert. Etwa 75 % davon waren tatsächlich ärztlich tätig, also in Krankenhäusern, Arztpraxen oder anderen medizinischen Bereichen. (KBV – Startseite)
Das bedeutet:
- Rund 580.800 Ärzte insgesamt (registriert)
- Etwa 435.000 bis 440.000 tatsächlich berufstätige Ärztinnen und Ärzte in klinischer, ambulanter oder sonstiger Tätigkeit. (KBV – Startseite)
Tätigkeitsbereiche der Ärzte
Diese große Gesamtzahl teilt sich grob wie folgt auf:
- Stationäre Versorgung (z. B. Krankenhäuser): ca. 52 % der berufstätigen Ärztinnen und Ärzte.
- Ambulante Versorgung (z. B. Hausärzte, Fachärzte in Praxen): ca. 39 %.
- Weitere Ärztinnen und Ärzte arbeiten in Behörden, Forschung, Verwaltung oder in nicht-ärztlichen, aber medizinbezogenen Aufgaben. (KBV – Startseite)
Insgesamt sind also mehrere Zehntausend Ärztinnen und Ärzte nicht direkt in der Patientenversorgung tätig – aber weiterhin Teil des medizinischen Berufsstands. (KBV – Startseite)
Entwicklungen und Trends
Anzahl steigt – aber Arbeitsvolumen sinkt
- Die Zahl der registrierten Ärztinnen und Ärzte ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen, unter anderem aufgrund einer Zunahme von Ärztinnen und Ärzten, die in Teilzeit arbeiten. (KBV – Startseite)
- Gleichzeitig steigt der Versorgungsbedarf der Bevölkerung – etwa durch die Alterung der Gesellschaft.
Dadurch steigt zwar die Zahl der Ärzte insgesamt, aber das durchschnittliche Arbeitsvolumen pro Arzt sinkt – was die Versorgungslage regional unterschiedlich beeinflusst. (KBV – Startseite)
Ärzte aus dem Ausland
Deutschland ist auch ein wichtiges Zielland für ausländische Ärztinnen und Ärzte:
- Ende 2023 hatten gut 12 % aller Ärztinnen und Ärzte in Deutschland keine deutsche Staatsangehörigkeit – das sind rund 62.000 Mediziner aus dem Ausland. (Destatis)
- Besonders viele kommen aus anderen EU-Staaten oder aus dem Nahen Osten. (IamExpat in Germany)
Diese Zuwanderung ist ein wichtiger Faktor, um dem Ärztemangel in manchen Regionen entgegenzuwirken, besonders in ländlichen Gebieten mit Versorgungsengpässen. (IamExpat in Germany)
Zahlen im Überblick (Deutschland, ca. 2023/2024)
| Kategorie | Anzahl |
|---|---|
| Registrierte Ärztinnen und Ärzte | ca. 580.800 (KBV – Startseite) |
| Tatsächlich ärztlich tätige Ärzte | ca. 435.000 – 440.000 (KBV – Startseite) |
| Ärzte ohne deutsche Staatsangehörigkeit | ca. 62.000 (12 %) (Destatis) |
| Ärzte im ambulanten Bereich | ca. 39 % der Tätigen (KBV – Startseite) |
| Ärzte im stationären Bereich | ca. 52 % der Tätigen (KBV – Startseite) |
Fazit
Deutschland verfügt über eine große und stetig wachsende Ärzteschaft:
- Rund 580.800 Ärztinnen und Ärzte waren 2023 offiziell registriert – davon sind die meisten auch tatsächlich berufstätig. (KBV – Startseite)
- Von diesen arbeiten etwa 39 % ambulant und 52 % stationär im Gesundheitssystem. (KBV – Startseite)
- Ein zunehmender Anteil kommt aus dem Ausland, was teilweise den Ärztemangel in bestimmten Regionen abmildert. (Destatis)
Diese Zahlen verdeutlichen, wie wichtig die medizinische Versorgung in Deutschland ist – gleichzeitig zeigen sie auch Herausforderungen, etwa durch Arbeitszeitmodelle oder demografische Entwicklung, die auf die Gesundheitsversorgung wirken.
Wenn du möchtest, kann ich auch eine grafische Entwicklung der Arztzahlen über die letzten Jahre oder einen regionalen Vergleich nach Bundesland erstellen!